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Achtsamkeit 

Wir Hundemenschen lieben unsere Hunde! Das ist so sicher wie das „Amen in der Kirche“. Wir dürfen jedoch nicht vergessen: Es gibt Menschen, die aus welchen Gründen auch immer diese Liebe zum Hund absolut nicht teilen. Vielleicht haben sie schlechte Erfahrungen gemacht, und wurden von einem Hund gebissen. Möglicherweise haben sie einfach keinen Bezug zu einem Hund. In den Medien liest man immer wieder von Unfällen mit Hunden. Manche Menschen finden Hunde zwar nett oder schön, möchten aber eine gewisse Distanz zwischen sich und dem Hund. Das alles ist von uns Hundemenschen zu akzeptieren. Wir müssen niemanden umpoolen, oder bekehren. Viele Probleme entstehen jedoch aus Situationen heraus die Hundehalter vermeiden könnten. Und diese Probleme machen nicht unbedingt „neue Hundefreunde“ sondern vergrössern das Lager der hundekritischen Mitmenschen. Ich selbst erlebe manchmal Situationen die mir die Haare zu Berge stehen lassen – der Ausdruck mag jetzt nicht sehr gepflegt wirken – trifft jedoch zu. Ich nenne hier einmal einige Beispiele und hoffe, dass so einige Hundehalter-Mitmenschen in sich gehen und überlegen……..

Als Spaziergänger mit Hund an der Leine unterwegs. Entspannt und die Natur geniessend ist es plötzlich aus mit der Ruhe weil plötzlich ein fremder Hund vor einem steht – der zwar noch nichts getan hat, aber so ziemlich auf bestem Wege ist Ungemach zu stiften. Ein Halter des leinenlosen Hundes ist nicht in Sicht – jedoch ist lautes Geschrei zu hören. Von hierher, jetzt komm hierher, der tut nichts, der will nur spielen bis hin zum hat er noch nie gemacht ist alles zu hören. Steht dann der atemlose Hundebesitzer endlich mal auf Platz, wird man als Halter mit Hund an der Leine angekeift. Mit in Falten gelegter Stirn und ernsthaftem Tonfall wird erklärt, dass der eigene Hund nur aggressiv geworden ist weil ja der Andere an der Leine war. Und das ist dann Leinenaggression. Aus – Punkt – Schluss.

Ein Hundehalter, der seinen Hund an der Leine hat, hat seinen Grund!!! Und muss sich nicht rechtfertigen warum er seinen Hund an der Leine führt! Aus und fertig! Der Hundehalter welcher seinen unangeleinten Hund nicht abrufen kann, hat dafür zu sorgen dass niemand belästig wird. Er muss vorausschauend unterwegs sein, und seinen Hund gegebenenfalls im richtigen Moment an die Leine nehmen oder zu sich rufen. Ein Hund der einen Rückruf nicht beherrscht gehört an die Leine!

 

Bewegungsreize sind für Hunde sehr spannend. Je nach Rasse mehr oder weniger ausgeprägt. Was gibt es also für Hund spannenderes als, „Etwas“ das rennt. Sei es ein Tier oder ein Mensch. Für einen Jogger oder einen Radfahrer ist es allerdings wenig amüsant, wenn ihm ein Hund nachrennt. Auch wenn der Hund es nicht bös meint. Auch Wildtiere leiden unendliche Qualen wenn sie von Hunden gehetzt und gerissen werden. Wenn der Hund nicht am Appell steht gehört er an die Leine. Und auch wenn er gut am Appell steht gehört er zurückgerufen, damit Mitmenschen passieren können. Und zwar angstfrei. Meine ganz persönliche Ansicht ist, dass ich meine Hunde im Wald generell an der Leine führe. Auch wenn keine Setzzeit ist. Sie stehen zwar gut am Appell. Aber wenn unmittelbar vor uns ein Reh über den Weg springt kann ich zuwenig einschätzen ob der Appell dann wirklich hält. Damit niemandem etwas geschieht sind wir deshalb im Wald mit Schleppleine unterwegs. So haben sie dennoch einen gewissen Freiraum.

P.S. an die Jogger und Radfahrer: Für Hundehalter ist es hilfreich wenn sie angesprochen werden. Je früher desto besser, damit Zeit bleibt den Hund zu rufen, oder an die Leine zu nehmen.

Fazit: Es hat für alle Raum genug. Wenn alle achtsam, anständig und rücksichtsvoll miteinander umgehen – gibt es keine Probleme.

Erwähnt sei hier noch: Hundehalter sollten auch die rechtliche Situation kennen! Sollte Hund einen Unfall verursachen (Radfahrer oder Jogger stürzt) dann kann das weitreichende und unangenehme sowie äusserst kostpielige Folgen haben. 

 

Das Equipment auf oder am Hund – Training des Hundes

Immer wieder werde ich mit den sogenannten Gliederhalsbändern konfrontiert. Ich nenne sie Kettenwürger. Nicht wirklich schön das Wort, der Gegenstand allerdings auch nicht. Jedoch ist „etwas“ immer nur so scharf , grob oder brutal wie es denn eben angewendet wird. (Dies sei angemerkt, um nicht gleich einen Shit-storm auszulösen). Ich halte hier ausdrücklich fest: Es ist verboten den Hund auf ZUG an so einem Kettenwürger zu führen!!!! Wer bei Keela’ny mit so einem „Ding“ auf den Platz kommt und es auf ZUG hat wird höflich aber ziemlich nachdrücklich aufgeklärt, und bei Zuwiderhandlung vom Platz gewiesen.

Man darf diese Ketten-Glieder-Halsbänder verwenden aber sie dürfen nicht auf Zug sein.

Immer wieder höre ich: Ich habe einen Hund dieser oder jener Rasse und dem muss man schon einmal sagen wo der „Hammer hängt“. Deshalb sehe ich dann auch dieses oder jenes Equipment am oder auf dem Hund. Es gibt Hilfsmittel die bei einer Korrektur sinnvoll sind und die notwendig sind. Jedoch darf es NIE sein  einen Hund damit in Todesangst zu versetzen, seine Würde zu verletzen, ihm Schmerzen zuzufügen. 

Wenn ein Hund an einem Würger auf Zug geführt wird bekommt er keine Luft! Abgesehen von anderen Verletzungen die so gefördert oder gar verursacht werden. Keine Luft bekommen, nicht Atmen können, gewürgt zu werden  bedeutet Todesangst! Jeder weiss das, weil es so klar ist. Warum wird es immer noch gemacht???

Ich stehe für faire, Tier gerechte Arbeit mit dem Hund! Wenn der Mensch nicht mehr weiter weiss, ihm sein Hund „über den Kopf wächst“ hat das meistens eine Ursache. Und diese liegt zu 99.9% beim Menschen und nicht beim Hund! Der Hund darf dieses dann „ausbaden“. Und das hat dann oftmals Tierschutzrelevante Aspekte. 

Ein Hund braucht keinen Rudelführer! Hunde sind nicht blöd! Sie sind hochentwickelte soziale Wesen. Ein Rudelführer ist ein Artgenosse und kein Mensch. Wir können uns noch so hündisch verhalten wir bleiben Menschen. Wir Menschen müssen führen, leiten und lenken. Führen mit Empathie und dem Verständnis für die Tierart – in diesem Fall der Hund. Führung gibt Sicherheit. Wer sich sicher fühlt kann Vertrauen schenken, lässt sich führen. Ein Hund braucht konsequente Führung. Nicht heute mal ein bisschen so und morgen wieder nicht. Liebevoll aber konsequent. Der Hund muss wissen wo sein Platz in dem „Familien-Organigramm“ ist. 

Führen kann man lernen. Einen Hund führen ist mehr als Halsband drauf und Leine dran! Brutale Trainingsmethoden sowie brutales Equipment haben nichts mit Führung zu tun!!

Es braucht Liebe, Verständnis für die Tierart mit der man arbeitet, es braucht Durchsetzungsvermöge,  Konsequenz, Know-How, etc. Es braucht aber NIEMALS Gewalt!! Und unfaires Trainingsequipment!!!

Wir arbeiten nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und bilden uns stetig weiter, damit Sie und Ihr Tier sich bei Keela’ny wohlfühlen und gemeinsam in einer positiven Lernumgebung Neues lernen können!